Grundlagen der Altersvorsorgen

In den Medien hört man immer wieder vom demografischen Wandel und schlechten Prognosen für zukünftige Rentner. Warum das so ist und wie man selbst als junger Mensch heute schon vorsorgen kann, ist unser Thema in einer sechsteiligen Serie.
Die Grundlagen der Altersvorsorge erklärt heute Sparkassen-Finanzexperte Maximilian Blusch. Der Generationenvertrag, der besagt, dass die jeweils arbeitende Generation solidarisch für die Renten der Eltern und Großelterngeneration sorgt, gerät ins Wanken, denn es werden immer weniger Kinder geboren. "Während gemäß dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales heute noch gut drei Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren einen Rentner unterstützen, so wird sich das Verhältnis in 30 Jahren auf nur noch zwei zu eins reduzieren."
Diese demografische Entwicklung führt unweigerlich dazu, dass weniger Geld für die Rentner zur Verfügung steht. "Das heißt: Hier wird der erreichte Lebensstandard im Alter nicht mehr aufrechterhalten werden können, wenn man sich ausschließlich auf die gesetzliche Absicherung verlässt. Heute hat ein Rentner im Durchschnitt nur noch 43 Prozent seines letzten Bruttogehaltes als Rente. Davon werden auch noch Steuern und Sozialabgaben abgezogen."
Diese Rentenlücke fällt umso stärker aus, je mehr Schwankungen es im Lebenslauf, bzw. der Erwerbsbiographie gibt. So spielen zum Beispiel Arbeitslosigkeit, Selbstständigkeit oder Elternzeit eine große Rolle. Rechnen Sie hier - Stichwort "Rentenlücke" - Ihre Rentenlücke aus.
Deshalb sollte man so früh wie möglich vorsorgen. Denn neben der gesetzlichen Rente gibt es unter anderem auch die Möglichkeit der privaten Vorsorge. Es macht auch einen Unterschied, ob man im Alter in seiner eigenen schuldenfreien Immobilie wohnt oder zur Miete. "Die Altersvorsorge in Deutschland kann man sich am besten mit dem Drei-Schichten-Modell erklären. Da ist die Basisvorsorge. Dazu gehört die gesetzliche Rente, aber auch die Rürup-Rente.
Die zweite Schicht ist die so genannte geförderte Zusatzvorsorge. Da gehört zum Beispiel die Riester-Rente hinein. Und die dritte Schicht - die kennen wir alle - das ist die Privatvorsorge. Also Lebens- und Rentenversicherung, Sparverträge und Ähnliches."
Mit einer optimalen Kombination dieser drei Ebenen kann man eine
stabile Altersvorsorge aufbauen.
Der Finanztipp wird Ihnen präsentiert von der Sparkasse KölnBonn!








